Mittwoch, 20. Oktober 2010

Die Deutsche Bahn

...Sie regt mich auf.
Ich bin in meiner Studienzeit wohl bestimmt 200mal von Frankfurt nach Heidelberg gefahren. Am Anfang war das noch alles entspannt und interessant, aber auf den zweiten Blick ist etwas an der Deutschen Bahn faul. Zum Beispiel konnte ich meist sagen, wenn ich in Heidelberg zu ungeraden Uhrzeiten nach Frankfurt fahre, dann wird eine aktuellere Bahn benutzt. Zu den geraden Stunden die alten, schäbigen, wo ich vor lauter Kratzer in der Scheibe so gut sehe, als hätte jemand Vaseline auf die Linse geschmiert.
Nein im Ernst, hier läuft etwas ganz verkehrt. Denn warum ist das so? Warum fährt da der gute und später der schlechte? Als ich einen Schaffner auf der Strecke fragte lachte der nur und lief davon. Das Lachen eines stagnierten Mitarbeiters? Ja, auf jeden Fall. So gern ich früher Bahn gefahren bin so sehr hasse ich es heute. Es ist ständig überfüllt, ob Morgens in der Rushour oder später wenn die Arbeitslosen um 13uhr zur Arbeitsagentur düsen, um einen sinnlosen Stempel abzuholen, den man ihnen hätte auch per Mail senden können.
Zurück zur Bahn. Wenn ich mich an mein schlimmstes Ereignis mit der Bahn erinnern soll dann wohl das:
Ich fahre um 11:28Uhr von Heidelberg nach Frankfurt - wohl wissend ich bekomme einen schönen, sauberen Zug - aber heute ist leider alles anders. Man stellt uns das älteste Modell vor die Nase, dass wohl noch "fahrtüchtig" ist. Es rappelt, klappert, quitscht, zischt und rumpelt als wir los fahren. Und kurze Zeit später rumpelt es auch in meinem Magen. Das hatte aber nichts mit der Bahn zu tun, sondern den chilis am Vorabend. Naja, Gott sei Dank, sitze ich in einem öffentlichen Verkehrsmittel, welches mir eine Toilette zusichern muss. Ich steh also vor der Klotür, es ist ein wenig unklar ob besetzt ist oder nicht, denn der Schieber sitzt auf halbmast. Klopfen brningt mich weiter, hier ist frei! Ich also schnell rein und bekomme den ersten Schock. Die Türklinge fühlt sich unheimlich dreckig an und im innern der Toilette stickt es wie die Pest. Die Klobrille ist mit urin reich beschenkt worden, wie auch die Wände rings herum. Mir wurde so übel, dass ich keinen Darmdrang mehr verspürte.
Das war es für mich, Liebe Bahn!
Du bist reich wie Sau, aber deine Stammkunden sind dir nicht soviel ert, wie die seltenen ICE-Fahrer.

3 Kommentare:

  1. Hi!
    Oh ja, das geht mir auch oft oft so.
    Manchmal ist die Tür auch ganz zu "Sehr geehrte Fahrgäste, Toilette ausser Betrieb. Sänk ju for träwelling wif döitsche Bahn!" Was machen dann z.b. kranke Leute die *wirklich* müssen? Aussteigen am nächsten Bahnhof? Und dann? Fahrkartenersatz? Entschädigung?

    Interessante Beobachtung auch mit den unterschiedlichen Zügen zu unterschiedlichen Zeiten, da hatte ich noch nie darauf geachtet, werde ich ab jetzt aber tun.

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  2. absolut korrekt!
    Und man macht immer so, als wäre Deutschland das Land mit den besten Vorschriften und überprüfungen.
    Ich war mal in Frankreich auf ner öffentlichen Toilette - mitten in der stadt auf der Straße - da hätte man seinen Flammkuchen vom Boden essen können, so sauber war es da.

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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