Donnerstag, 21. Oktober 2010

Autopreise aus aller Welt

Ich möchte mich einem Thema widmen, dass mir sehr am herzen liegt. Autos erwecken schon lange ein großes Interesse bei mir. Manchmal entwerfe ich Exceltabellen mit einem bestimmten Ziel, z.B. "Autos unter 10000€" oder"Dieselneuwagen unter 15000€". Ich kann euch sagen, es ist in deutschland verdammt schwer in diesen Preisklassen etwas vernünftiges zu finden und das obwohl wir die meisten Autos produzieren. Aber was auf der einen Seite als Chance wirkt, ist in Wahrheit der Untergang. Denn unsere sogenannten Premium Autos können nirgends so teuer an den Mann oder die Frau gebracht werden, wie in unserem Land. Nehmen wir einen Seat Ibiza Diesel, dieser kostet bei uns etwa 21000€ in der Basisausstattung. In Spanien bekommt man den gleichen Motor in geringfügig schlechterer Ausstattung für 13000€. Noch interessanter wird die Preispanne bei richtig edlen Gefährten. Ein Porsche 911 Carrera kostet in der USA 55.000€, in Deutschland 85.000€. Das sind 30.000€ mehr! Und wie immer würde mir der Porschvorstand erklären, dass es gravierende Qualitätsunterschiede gibt. Aber wer glaubt das schon? Auf jeden Fall ist in dem Porsche schonmal der gleiche Motor und das gleiche Fahrwerk und das ist jawohl das einzige was einen Porsche ausmacht.
Auch innerhalb der EU geht dieses Spiel auch auf. Ein VW Golf kostet in Finnland 26% weniger als in Deutschland. Und die Produktion für Europa kennt keine Unterschiede.
Also woran liegt das also?
Die Autohersteller sind verwöhnt, sie denken in Deutschland verdient jedermann weiter hin eine Menge Geld und ist bereit diese Preise zu bezahlen.
Interessant an dieser Entwicklung ist die Tatsache, dass die Menschen langsam "aufwachen". Sie vergleichen die Preise. Sie importieren eher. Sie suchen in Onlinebörsen, wo für den gesuchten Neuwagen der beste Preis angezeigt wird. Oder noch besser, sie kehren VW, Audi, Opel, etc. den Rücken zu und kaufen Neuwagen von Dacia, wo das wichtigste eines Autos drin ist und das alles für  etwa 7000€-10000€.
Automobilhersteller aufgepaßt, die fetten jahre sind vorbei!
Verstehen Sie micht bitte nicht falsch, ich bin ein großer Fan der deutschen Autotechnik, aber ich will davon profitieren, dass diese Autos hier entwickelt werden und bin nicht bereit mich über den Tisch ziehen zu lassen.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Die Deutsche Bahn

...Sie regt mich auf.
Ich bin in meiner Studienzeit wohl bestimmt 200mal von Frankfurt nach Heidelberg gefahren. Am Anfang war das noch alles entspannt und interessant, aber auf den zweiten Blick ist etwas an der Deutschen Bahn faul. Zum Beispiel konnte ich meist sagen, wenn ich in Heidelberg zu ungeraden Uhrzeiten nach Frankfurt fahre, dann wird eine aktuellere Bahn benutzt. Zu den geraden Stunden die alten, schäbigen, wo ich vor lauter Kratzer in der Scheibe so gut sehe, als hätte jemand Vaseline auf die Linse geschmiert.
Nein im Ernst, hier läuft etwas ganz verkehrt. Denn warum ist das so? Warum fährt da der gute und später der schlechte? Als ich einen Schaffner auf der Strecke fragte lachte der nur und lief davon. Das Lachen eines stagnierten Mitarbeiters? Ja, auf jeden Fall. So gern ich früher Bahn gefahren bin so sehr hasse ich es heute. Es ist ständig überfüllt, ob Morgens in der Rushour oder später wenn die Arbeitslosen um 13uhr zur Arbeitsagentur düsen, um einen sinnlosen Stempel abzuholen, den man ihnen hätte auch per Mail senden können.
Zurück zur Bahn. Wenn ich mich an mein schlimmstes Ereignis mit der Bahn erinnern soll dann wohl das:
Ich fahre um 11:28Uhr von Heidelberg nach Frankfurt - wohl wissend ich bekomme einen schönen, sauberen Zug - aber heute ist leider alles anders. Man stellt uns das älteste Modell vor die Nase, dass wohl noch "fahrtüchtig" ist. Es rappelt, klappert, quitscht, zischt und rumpelt als wir los fahren. Und kurze Zeit später rumpelt es auch in meinem Magen. Das hatte aber nichts mit der Bahn zu tun, sondern den chilis am Vorabend. Naja, Gott sei Dank, sitze ich in einem öffentlichen Verkehrsmittel, welches mir eine Toilette zusichern muss. Ich steh also vor der Klotür, es ist ein wenig unklar ob besetzt ist oder nicht, denn der Schieber sitzt auf halbmast. Klopfen brningt mich weiter, hier ist frei! Ich also schnell rein und bekomme den ersten Schock. Die Türklinge fühlt sich unheimlich dreckig an und im innern der Toilette stickt es wie die Pest. Die Klobrille ist mit urin reich beschenkt worden, wie auch die Wände rings herum. Mir wurde so übel, dass ich keinen Darmdrang mehr verspürte.
Das war es für mich, Liebe Bahn!
Du bist reich wie Sau, aber deine Stammkunden sind dir nicht soviel ert, wie die seltenen ICE-Fahrer.